Einblick und Ausblick in den eBKP

Der elementbasierte Baukostenplan eBKP gliedert Projekte nach Elementen. Daher eignet er sich besonders in frühen Projektphasen, in denen nur Flächen oder Volumen bekannt sind. Mit dem eBKP lassen sich Kennwerte ermitteln und Kosten von Projekten vergleichen. Da BIM (Building Information Modelling) ebenso wie der eBKP mit Elementen arbeitet, ist der eBKP der Schlüssel, um Elemente zu klassifizieren. Ausserdem lässt sich der eBKP für den Hoch- und Tiefbau anwenden. Die Schweizer Norm SN 506 511 eBKP-H wurde jetzt nach sieben Jahren an die neuen Anforderungen angepasst.

Neue Norm, Anwenderhandbuch und Datenbereitstellung ab Spätsommer 2020 

Nach Abschluss der eBKP-H-Revision Anfang März können die zugehörigen Arbeitsmittel und Daten fertiggestellt werden, sodass diese ab Spätsommer 2020 verfügbar sind. Die weiteren Gliederungsstufen des eBKP-Gate (Teilelemente und Komponenten) werden ebenfalls angepasst. Zur benutzerfreundlichen Integration in gängige Software-Programme wird ein Daten-Service vorbereitet, welcher auch die IFC-Klassifizierung beinhaltet. Ebenso wie der eBKP-H wird das Anwenderhandbuch mit Änderungsverzeichnis sowohl in Papierform als auch digital erhältlich sein. Die digitale Version bietet eine Suchfunktion und die Möglichkeit, Zusatzinformationen mit IFC-Angaben und Messregeln anzuzeigen. Zudem wird an einer Umschlüsselung für den eBKP-H und für den ausführungsorientierten Baukostenplan BKP gearbeitet. Diese hilft insbesondere beim Arbeiten mit Kennwerten aus abgeschlossenen Projekten und im Einsatz mit der Kennwerte-Plattform werk-material. online.

Wesentlichste Änderungen im eBKP 2020

  • Neuformatierung des Codes

  • ein zweites Bezugssystem

  • Abkürzung der Bezugsgrössen

  • Verbesserung für die Modellierung

  • klare Gliederung in der Haustechnik

Vom IFC-Standard zur eBKP-Methodik

Um eine Mengenermittlung aus einem digitalen Bauwerksmodell generieren zu können, müssen Modellierungsrichtlinien berücksichtigt werden. Neben dem geometrischen Modellaufbau (LOG, Level of Geometry) müssen den Bauteilen bestimmte Informationen (LOI, Level of Information) zugewiesen werden. Diese sind entscheidend für eine korrekte Zuordnung der Bauteile zur entsprechenden eBKP-Gliederung.

Folgende Hilfsmittel bieten Unterstützung:
• Modellierungsrichtlinie der Software-Anbieter
• IFC-eBKP-Regelsatz von CRB
• CRB-Anwenderhandbuch zum eBKP
• CRB-Weiterbildungskurs: Modellbasierte Mengenermittlung

Aktuelle Anwendungsbeispiele aus dem Internet (bisheriger eBKP-H)

 

Der Film gibt einen kurzen Einblick wie in der Software DELTAproject die Elemente nach dem eBKP kalkuliert werden und daraus ein Kosten-voranschlag nach BKP erstellt werden kann.

 

Eine modellbasierte BIM-Planung bietet die Möglichkeit, Mengen- und Kostenermittlungen basierend auf der eBKP-Systematik zeitsparend und unter Nutzung vieler Automatismen zu erstellen. Radek Rukat zeigt auf, wie man dafür das Modell aufbaut, mit Geschossen, Klassen und Konstruktionsebenen strukturiert und native Bauteile korrekt einsetzt.

 

Der Vortrag von Philipp Escher zeigt, wie mit der Software Solibri  über den eBKP-Regelsatz Prototyp die Mengen direkt aus dem CAD-Modell automatisiert ermittelt und für Kostenberechnungen weiterverwendet werden können.