Zeitersparnis durch Favoriten-Listen und echte Vergleichbarkeit: Der Relaunch der PRD-Plattform setzt genau dort an, wo Architektinnen und Architekten im Alltag Zeit verlieren. Ein Blick auf die Anforderungen der Praxis und die Neuerungen von CRB.
02.10.2026 | Michael Milz
In Gesprächen mit Architektinnen und Architekten hat PRD-Produktmanager Filippo Palermo erfahren: Es gibt viele Anfragen von Aussendienstmitarbeitenden und Objektberatenden für Besuche ohne einen konkreten Projektanlass. Gleichzeitig fehlen in entscheidenden Momenten während eines Projekts oft genau die Fachleute, die weiterhelfen könnten, einen konkreten Anwendungsfall zu diskutieren.

Wie aufwändig die Recherche nach Bauprodukten nach wie vor ist, kann beispielsweise Mathias Schaub, Gründer und Geschäftsleiter der Schaub Bauexperten GmbH in Basel, bestätigen. Schaub ist Architekt FH und Bautechniker TS. Mit seinem Büro baut er nicht nur, sondern erstellt auch Gutachten. Geht es um Bauprodukte in der Ausschreibungsphase, dann kennt er die geschilderte Problematik bestens. «Haben wir die Anforderungen aus unseren Konstruktionsdetails, beginnt die Recherche, und wir schauen, was es Passendes auf dem Markt gibt», sagt er. Weil die Datenblätter der verschiedenen Hersteller aber vielfach nicht kongruent seien, würden Produktvergleiche oft schwierig, respektive zeitintensiv. Entsprechend wäre es aus seiner Sicht sinnvoll, wenn eine Plattform dieses Vorgehen unterstützt.
Wenn er sich etwas wünschen könnte, dann – nebst einer möglichst stringenten Vergleichbarkeit – Informationen zur Verfügbarkeit von Produkten. «Es kann schon vorkommen, dass favorisierte Produkte genau dann nicht mehr lieferbar sind, wenn Ausschreibungen anstehen, bereits am Laufen sind oder vertragliche Bestellungen ausgelöst werden», erzählt Schaub. Ärgerlich, denn so können intensive Planungs- und Evaluationsphasen in Bezug auf ein bestimmtes Produkt umsonst gewesen sein.

Auch Boris Brunner von Weberbrunner Architekten in Zürich ist beim Ausschreiben immer wieder mit den Schwierigkeiten konfrontiert, die die Produktrecherche mit sich bringt. «Die Produktrecherche bei Bauprojekten läuft bei uns oft workshopartig ab», erzählt er. Durch den Austausch im Team werden die Bedürfnisse eruiert, und alle bringen ihr Wissen ein. «Bei einem Projekt ging es etwa um den Bodenbelag, der einerseits wohnlich – und damit textil – sein sollte, andererseits erwartete die Bauherrschaft, dass der Belag einfach zu reinigen ist», erinnert sich Brunner an ein Beispiel. «Dann hat sich jemand aus unserem Team erinnert, dass in einem Spital ein Teppich verbaut wurde, der nicht nur leicht zu reinigen war, sondern auch noch aus wiederverwendeten Stofffäden hergestellt war.»
Weil sein Büro stark auf Nachhaltigkeit und Bauen im Bestand fokussiert, gestaltet sich auch die Produktrecherche sehr spezifisch. Einerseits würden tendenziell mengenmässig weniger neue Produkte verbaut, weil Bestehendes wiederverwendet wird; und andererseits müssten neue Produkte oft auch bestimmte ökologische und nachhaltige Kriterien erfüllen.

Mit Blick auf die Erfahrungen, die sowohl Boris Brunner wie auch Mathias Schaub bei der Recherche von Bauprodukten machen, bietet die neu aufgelegte PRD-Plattform einen echten Mehrwert. «Gerade mit der Möglichkeit, Produkte zu vergleichen und als Favoriten in einem persönlichen Loginbereich abzulegen, entlastet PRD die Architektinnen und Architekten bei der zeitaufwändigen Recherche», sagt Filippo Palermo. «So können Produkte, die sich bewährt haben, mit wenigen Klicks wieder aufgerufen werden.» Sein Team arbeitet zudem daran, in jedem Produkteintrag auch Produktattribute einzupflegen, was die Vergleichbarkeit noch einmal verbessert.
Mit einem zeitgemässen «Look and Feel» und einer intuitiven Bedienung wird die PRD-Plattform nach ihrem Relaunch um den Jahreswechsel 2026/27 ein noch hilfreicheres Tool in der Ausschreibungsphase sein.
Die Bauprodukte-Plattform PRD verbindet Planende und Hersteller und ist damit ein nützliches Hilfsmittel, wenn es in die Ausschreibungsphase geht. Der Clou: Weil PRD mit dem NPK verknüpft ist, können Architektinnen und Architekten in der Ausschreibungs-Software die gewünschten Produkte direkt in die Leistungsverzeichnisse übernehmen. Und die Hersteller präsentieren ihre Produkte automatisch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.