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Harmonisierung von BIM-Datenkatalogen: Studie zeigt Potenziale auf

armasuisse Immobilien und SBB haben gemeinsam eine Studie zur Harmonisierung von Datenkatalogen in der Schweizer Bauwirtschaft veröffentlicht. Sie analysiert, welche Mehrwerte eine harmonisierte Datengrundlage ermöglicht und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.


19.06.2026 

Heute entwickeln öffentliche Bauherrschaften wie armasuisse und SBB eigene BIM-Datenkataloge, die sich in Begriffen, Strukturen und Tiefe unterscheiden. Diese Fragmentierung erzeugt Mehraufwand und erschwert die Zusammenarbeit. Mit zunehmender Digitalisierung der Bauwirtschaft gewinnt deshalb die Frage an Bedeutung, wie bestehende Ansätze besser aufeinander abgestimmt werden können, ohne bestehende Investitionen zu ersetzen.

 

Etablierte und taugliche Standards existieren bereits. Was fehlt, ist die Einigung darauf und die konsequente Anwendung.  (Bild generiert mit OpenAI, DALL-E 3, 2026)

Zentrale Erkenntnisse

Die von sieber&partners erarbeitete Studie identifiziert vier Mehrwerte einer Harmonisierung –operative Effizienz, Qualitätssicherung, strategische Steuerungsfähigkeit und langfristige Investitionssicherheit – und ordnet sie vier Reifestufen zu. Bereits frühe Stufen erzeugen konkrete Mehrwerte. Die volle Wirkung entfaltet sich mit zunehmender Verbreitung und Maturität. Grundlage sind zwölf qualitative Interviews mit öffentlichen Bauherrschaften, Fachverbänden und wissenschaftlichen Expertinnen und Experten. Eine zentrale Erkenntnis der Studie ist, dass Harmonisierung nicht bedeutet, einen neuen Standard zu schaffen. Etablierte und taugliche Standards existieren bereits. Was fehlt, ist die Einigung darauf und die konsequente Anwendung. Harmonisierung bedeutet daher, dass sich die relevanten Akteure gemeinsam auf Begriffe und verknüpfbare Strukturen einigen. «Bestehende Datenkataloge müssen dabei nicht aufgegeben werden, sie bleiben bestehen und werden über gemeinsame Konzepte verknüpfbar. Bestehende internationale Normen und etablierte Klassifikationssysteme bilden den Referenzrahmen, an den eine Schweizer Harmonisierung anschliesst.»

 

Wie es weitergeht

Die Studie versteht sich als Beitrag zu einer breiten Diskussion in der Branche. armasuisse Immobilien und SBB stellen die Studie als Grundlage für den weiteren Diskurs zur Verfügung und werden ihre Erkenntnisse aktiv in laufende Gremien, den Austausch mit anderen Akteuren und Initiativen einbringen.

Als Kompetenzzentrum für Standards unterstützt CRB diese Initiative und ist bereit, seine Erfahrung im Entwickeln und Pflegen von Standards einzubringen, um eine einheitliche, gemeinsame Sprache zu schaffen.