Die 4. Ausgabe des Real Estate Meeting (REM) fand am 16. Juni 2026 im Forum Fribourg statt. Für CRB war die Veranstaltung eine hervorragende Gelegenheit, die Sichtbarkeit in der Region Freiburg zu erhöhen und die zentrale Rolle bei der Strukturierung von Branchendaten zu betonen.
Jan Wellensiek | 24.06.2026
Mit einem strategisch günstig gelegenen Stand direkt am Eingang und einer fünf Meter hohen Fahne im Hauptsaal war CRB am REM sehr präsent. Eine beleuchtete Präsentationswand und ein Grossbildschirm stellten die Kernprodukte für das REM-Publikum – eBKP, WMO, LCC und ProLeMo – als kohärentes Ökosystem für das Datenmanagement vor.
Ein zentrales Thema der Keynote von Alain Mettraux (CEO Sogema Software) und des ersten Panels waren strukturierte und standardisierte Daten als strategischer Vermögenswert. Die Referierenden betonten, dass die Nutzbarkeit von Daten direkt von ihrer Qualität, Konsistenz und langfristigen Wiederverwendbarkeit abhängt.
In diesem Kontext kann sich CRB als führende Institution positionieren: Das Produkt-Ökosystem ermöglicht die Standardisierung von Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojekts (Phasen 0 bis 6 gemäss SIA 112). Mehrere Referierende unterstrichen explizit die Bedeutung des eBKP, um den steigenden Anforderungen an Interoperabilität gerecht zu werden. CRB muss weiterhin die Referenzorganisation für die Normierung von Baudaten in der Schweiz bleiben.
Das Panel verdeutlichte die Notwendigkeit einer «gemeinsamen Sprache», um Daten einheitlich zu interpretieren. Vor rund 150 Teilnehmenden wurde aufgezeigt, wie eBKP, ProLeMo und LCC Interpretationsrisiken reduzieren und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren verbessern. Eine konsistente Struktur verleiht Informationen eine klare Bedeutung und schafft so echten Mehrwert für die gesamte Branche.
Ein besonderer Impuls entstand im Rahmen eines Referats zum Personalmanagement durch Raphaël Laub (Managing Partner von Move up). Er legte dar, dass Vertrauen auf der Kohärenz des Handelns, der Glaubwürdigkeit des Managements und klaren Zielsetzungen basiert. Diese Überlegungen lassen sich direkt auf das Datenmanagement übertragen: So wie das Engagement von Mitarbeitenden vom Vertrauen in ihre Organisation abhängt, basiert die Akzeptanz von Standards auf dem Vertrauen in die verwendeten Methoden, Prozesse und Werkzeuge.
Indem CRB einen anerkannten normativen Rahmen bereitstellt, schafft die Organisation die notwendige Sicherheit für eine effiziente und nachhaltige Zusammenarbeit. Es ist entscheidend, dass Projekte bereits zu Beginn auf gemeinsamen Standards aufbauen. Werden Daten von Anfang an korrekt strukturiert, können sie von allen Akteuren der Wertschöpfungskette verstanden, genutzt und weiterentwickelt werden. Diese Kontinuität gewährleistet die langfristige Wiederverwendbarkeit und stärkt das Vertrauen in die erzeugten Informationen.
Die zweite Keynote von John Gobbi (CEO HC Fribourg-Gottéron) über den kulturellen Paradigmenwechsel nach dem Meistertitel 2026 von Fribourg-Gottéron lässt sich auf die Baubranche übertragen: Die zunehmende Industrialisierung von Daten ist ein solcher Umbruch. Die Fähigkeit, Daten gezielt zu strukturieren und zu nutzen, wird zum entscheidenden strategischen Faktor.
Wie Gottéron seine Marke mit Exzellenz verbindet, strebt auch CRB die Position als unverzichtbare Referenz für die Standardisierung im Bauwesen an, um sicherzustellen, dass Informationen wertbeständig und ohne Mehrdeutigkeit fliessen.
Der Tag endete ganz im Sinne der Westschweizer Tradition mit einem geselligen Apéro, bei dem zwölf CRB-Vertretende (darunter Mitglieder des Comité romand, das Team Fribourg, die Geschäftsstelle Zürich und ein Vorstandsmitglied) im Dialog mit den Partnern standen. Die herzliche Atmosphäre unterstrich die Nähe von CRB zu seinen Partnern und die gemeinsame Vision einer wertschöpfenden Datennutzung.