Vorwort
2025 war in mancherlei Hinsicht ein besonderes Jahr. Verlässliche Werte gelten nicht mehr. Wirtschaft und Politik versuchen, sich in einer manchmal unangebrachten Art zu beeinflussen. Unsere Sozialisation – zumindest die der meisten – verlangt nach Korrektur und Emanzipation. Diese Herausforderung gilt selbstverständlich nicht nur für uns. Aber sie betrifft auch unseren Bereich. Wir lassen uns durch sie nicht lähmen, sondern gehen sie an.

«Wir setzen weiterhin auf Zusammenarbeit und wollen unsere Ziele gemeinsam mit Baufachleuten und Partnern erreichen.»
Präsident
Amadeo Sarbach
Unser Beitrag ist und bleibt, im Baubereich den Lead bei der Standardisierung sowie bei der Strukturierung von Bauprozessen, Bauteilen und der fachlichen Nomenklatur zu übernehmen. Wir arbeiten an unseren bewährten Produkten, die wir laufend verbessern und an aktuelle Tools, Normen und Anforderungen unserer Branche aus den Bereichen Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung anpassen.
2025 haben sich zwei konkrete Konzepte mit zielführenden Ansätzen für neue Produkte herauskristallisiert. Ein Ansatz bildet die Basis einer umfangreichen Definition von Methoden und Objekten – inklusive Positionierung und Qualifizierung unserer bestehenden Standards. Auch ein Mapping unseres Beitrags mit den Phasen des «Modells Bauplanung» ist Teil der theoretischen Syntax. Der andere Ansatz ist eine mit heutigen Mitteln realisierbare Verknüpfung von Gebäudemodellen mit standardisierten Bauteilen für einen automatisierbaren Baubeschrieb.
Wir haben versprochen, einfachere und praxistaugliche Produkte zu entwickeln. Die beiden Projekte bilden das Fundament für künftige Entwicklungen und Projekte. Ohne ein gut geplantes und geprüftes Fundament hält kaum ein Werk – daher muss es wohlüberlegt und solide ausgearbeitet sein. Langfristig sollen die beiden Projekte zu einer ganzheitlichen Gebäudemodellierung mit einem Datenmodell vereinigt werden. Unser ambitioniertes Ziel bleibt damit bestehen, aber wir versuchen, es in nachvollziehbaren Etappen zu erreichen. Das reduziert die Komplexität bei der Entwicklung und hilft bei der Einführung am Markt.
Unsere Herausforderung besteht aber immer auch darin, eine Brücke zu «analogen» Immobilien und unserer vorhandenen Umwelt zu schaffen. Diese ist – zum Glück – nicht völlig frei definierbar, sondern wird von uns Menschen, unserem Massstab und unserer Perspektive bestimmt.
Wir wollen unsere Ziele zusammen mit Fachleuten aller Baugewerke, Berufsverbänden und Partnern erreichen. Das ist der Schlüssel – sowohl für die Umsetzbarkeit als auch für die Akzeptanz. Wir sind auf gutem Weg, aber manchmal arbeiten einige bewusst oder unbewusst in verschiedene Richtungen – wir suchen stets das Gemeinsame. Eine gute Kommunikation untereinander bildet eine wichtige Basis, um Visionen einheitlich zu verstehen und zusammen zu entwickeln – intern wie extern.
Ich danke unseren Partnern für ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Ein sehr grosser Dank geht einmal mehr an unsere Mitarbeitenden, die sich mit ihrer Arbeit identifizieren, sich einbringen und ihre verschiedenen Fachgebiete verstehen sowie die jeweiligen Anliegen mit Verständnis für das grosse Ganze vertreten, um eine Entwicklung zu bewirken.
Rückblick und Ausblick

«Wir fokussieren uns darauf, Standards zu setzen und übernehmen den Lead bei der Entwicklung standardisierter Datenkataloge.»
Vorsitzender der Geschäftsleitung
Michel Bohren
2025 war für CRB ein Jahr der Konsolidierung und der bewussten Fokussierung. Nach der Neuorganisation stand die Frage im Zentrum, wie wir unsere Rolle als Standardsetzer weiter stärken und gleichzeitig die Umsetzungskraft erhöhen. Dabei ging es weniger um neue Schlagworte, sondern um Klarheit in der Struktur, um Prioritäten und Verantwortung.
Die etablierten Produkte bilden weiterhin das Rückgrat von CRB. Sie sichern Erträge und Verlässlichkeit in einem Markt, der von Unsicherheit und hoher Veränderungsgeschwindigkeit geprägt ist. Gleichzeitig haben wir uns kritisch mit neuen Produkten und Projekten auseinandergesetzt. Wo Marktnutzen, Timing oder Positionierung nicht überzeugt haben, wurden Korrekturen vorgenommen. Diese Entscheide waren notwendig, um Ressourcen gezielt einzusetzen und den strategischen Fokus zu schärfen.
Organisatorisch haben wir die Unternehmenssteuerung weiter professionalisiert. Klare Rollen, ein gestärktes Produkt- und Projektportfoliomanagement sowie verbesserte Reportingprozesse schaffen Transparenz und ermöglichen frühzeitige Entscheide. Die Geschäftsleitung wurde gezielt weiterentwickelt, um fachliche Tiefe, Marktnähe und Führungskompetenz zu verbinden.
In der Produktentwicklung verfolgen wir einen pragmatischeren Ansatz. Konzepte werden enger mit Anwenderinnen und Anwendern sowie mit Partnern entwickelt, Business Cases realistischer bewertet. Projekte wie eine neue Bauprodukte-Plattform, bauteilbasierte Ausschreibung und semantische Qualität im Modell stehen exemplarisch für diesen Weg. Nicht Geschwindigkeit um jeden Preis, sondern Relevanz, Anschlussfähigkeit und nachhaltiger Nutzen stehen im Vordergrund.
Finanziell zeigte sich CRB 2025 solide. Der positive Abschluss ist auch Ausdruck einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit. Diese Situation ist bekannt und wird bewusst gesteuert. Die Abhängigkeit von einzelnen Produkten bleibt eine Herausforderung, der wir mit gezielten Investitionen in Fachwissen, Produktmanagement und Marktbearbeitung begegnen.
2025 hat gezeigt, dass Standards nicht nur entwickelt, sondern auch konsequent gepflegt, erklärt und im Markt verankert werden müssen. Daran arbeiten wir weiter.
2026 steht im Zeichen der Schärfung und der Umsetzung. Die Vorstandsklausur hat deutlich gemacht, dass CRB seine Rolle als Standardsetzer konsequent aus der Marktrelevanz ableiten muss. Bewährte Produkte bleiben die Referenz für Qualität und Professionalität. Neue Vorhaben werden daran gemessen, ob sie anschlussfähig sind, echte Probleme lösen und von den Anwenderinnen und Anwendern akzeptiert werden.
Strategisch rücken Interoperabilität, strukturierte Daten und die Weiterentwicklung des NPK in veränderter Form ins Zentrum. KI ist dabei kein Selbstzweck, sondern Werkzeug, das nur auf belastbaren Daten Wirkung entfalten kann. Die Weiterentwicklung der bauteilbasierten Ausschreibung und semantischen Qualität im Modell sowie der vom CRB-Vorstand priorisierte Lead bei der Standardisierung von Bauteil- und Datenkatalogen in diesem Zusammenhang markieren einen klaren Anspruch: CRB übernimmt Verantwortung für Koordination, Struktur und Verlässlichkeit in einem fragmentierten Umfeld.
Organisatorisch liegt der Fokus auf klarer Priorisierung, stringenter Führung und stärkerer Verantwortung der Mitarbeitenden. Projekte und Investitionen werden konsequent an Wirkung und Nutzen ausgerichtet. Regional sollen Präsenz und Marktverständnis weiter vertieft werden, insbesondere in der Romandie und im Tessin.
2026 wird kein Jahr der grossen Versprechen, sondern eines der nachvollziehbaren Fortschritte. Schritt für Schritt, mit klarem Fokus und mit dem Anspruch, für die Bauwirtschaft relevant zu bleiben.
Wir danken unseren Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen sowie unseren Partnern und externen Fachpersonen sowie allen Mitarbeitenden für ihr Engagement, ihre Kompetenz und ihre Bereitschaft, diesen Weg mitzugehen.
Aus den Abteilungen
Nachfolgend haben wir das Geschäftsjahr 2025 aus der Sicht der einzelnen Bereiche für Sie zusammengefasst.

2025 lässt sich am treffendsten mit «Change» zusammenfassen: Die Organisationsstruktur änderte sich, ebenso die Leitung des Clusters. Um noch näher am Markt sowie bei den Kundinnen und Partnern zu sein, wurden Prozesse optimiert und die Abteilung an zentralen Stellen verstärkt.

«Change ist die neue Konstante – wir bleiben am Puls der Zeit.»
Marketing, Verkauf & Kommunikation
Remo Wegmann
Wie lässt sich 2025 aus Sicht der Abteilung Marketing, Verkauf & Kommunikation beschreiben?
Das Jahr war geprägt durch viele Veränderungen: Der Wechsel der Organisationsstruktur – von einer typischen Aufbau- hin zu einer Prozessorganisation – musste initiiert und begleitet werden. Im Februar kam es zu einem Personalwechsel bei der Abteilungsleitung: Als bisheriger Relationship Manager übernahm ich den Prozesscluster Marketing, Verkauf & Kommunikation vom langjährigen Geschäftsleitungsmitglied Reto Helbling. Wenig später stiess das Team Weiterbildung aus einem anderen Cluster dazu. Ziel war hier, durch die Nutzung von Synergien die CRB-Produkte und Dienstleistungen am Markt noch optimaler bereitzustellen. Mit einem gestrafften, auf die CRB-Standards fokussierten und ansprechend gestalteten Weiterbildungsprogramm zeigte dieser Schritt rasch erste Wirkung. Um den Markt der französischsprachigen Schweiz besser abzudecken, haben wir das Team in Fribourg verstärkt. Mit regionalen Aktivitäten kann nun gezielter auf die Produkte von CRB aufmerksam gemacht werden. Um die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Partner noch besser in die Zukunftsprojekte einbinden zu können, haben wir auch das Kunden- und Partnermanagement ausgebaut. Dem ebenfalls verstärkten Produktmanagement kommt bei der Weiterentwicklung der Produkte eine zentrale Rolle zu. Unverändert blieben nur zwei Teams: Das Team Auftragsabwicklung, das sich u. a. für die Angleichung seiner Prozesse in Zürich und den Filialen einsetzte, und das Marketing- und Kommunikationsteam. Dieses führte verschiedene Verkaufsförderungen durch, organisierte Veranstaltungen mit der Möglichkeit für persönliche Kontakte und versorgte sämtliche Zielgruppen auf allen CRB-Kanälen mit relevanten Informationen.
Was sind die grössten Herausforderungen im aktuellen Marktumfeld?
In der Baubranche gibt es vonseiten der Planenden und Bauherren zunehmend Bedarf, Bauten mit digitalen Daten über alle Lebenszyklen zu managen und zu bewirtschaften. Hierfür entstehen bei etlichen Bauherren und Generalunternehmern Anforderungskataloge, wie Informationen den Planenden und Auftragnehmern bereitzustellen sind. Die Vielfalt an verschiedenen Informationsanforderungen erreicht so ein immer grösseres Ausmass, was den Aufwand für Planende und Bauzulieferer stark erhöht, auch wenn es sich im Grundsatz immer um dieselben Bauteile handelt. Daher ist eine Harmonisierung und Standardisierung dieser Informationsanforderungen unbedingt notwendig. Allerdings ist die Bereitschaft der Beteiligten, sich zusammenzufinden und auf einen einheitlichen Standard zu einigen, nicht immer vorhanden.
Wohin geht die Reise 2026?
Genau diese Herausforderung, gemeinsam standardisierte Informationsanforderungen zu schaffen, nehmen wir in Angriff. Hier setzen wir uns dafür ein, alle wichtigen Verbandspartner und öffentlichen Bauherren zusammenzubringen. Einen weiteren Schwerpunkt legen wir auf unseren Web-Auftritt mit crb.ch und dem Webshop. Alle an unseren Produkten Interessierten sollen die gewünschten Informationen schnell und intuitiv finden. Das gesamte Team wird sich dafür einsetzen, die Prozesse zu schärfen und weiter zu optimieren, um unseren Kunden und Partnern praxisorientierte Produkte und Services zu liefern, die Stakeholder gut einzubinden und die erreichten Erfolge gemeinsam zu feiern.

Dank insgesamt acht überarbeiteter NPK-Kapitel – darunter der 2015 erstmals veröffentlichte NPK 368 «Photovoltaik- und thermische Solaranlagen» – können Anwendende ab Januar 2026 ihre Leistungen wieder mit technisch aktuellen und normkonformen Positionen ausschreiben. Auch der «LCC-Leitfaden» sowie der bewährte Baukostenplan Tiefbau eBKP-T sind nach einer grundlegenden Überarbeitung einsatzbereit. Zudem konnten die Mitarbeitenden des Bereichs Produkte & Daten die Ablösung des bestehenden NPK-Produktionssystems durch ein zeitgemässes Tool vorantreiben.

«Das neue Produktionstool wird den Arbeitsalltag der NPK-Autorinnen und -Autoren sowie die Zusammenarbeit mit CRB deutlich erleichtern.»
Produkte & Daten
Roman Hollenstein
Insgesamt acht Kapitel umfasst die NPK-Ausgabe 2026, sie sind sowohl gedruckt als auch elektronisch erhältlich: zwei Kapitel aus dem Tiefbau, drei aus dem Hochbau, dazu zwei kombinierte Kapitel sowie ein Kapitel aus der Gebäudetechnik. Besonders erwähnenswert sind die Kapitel zu Photovoltaik und Trockenbau. Der überarbeitete NPK 368 «Photovoltaik- und thermische Solaranlagen» hat eine klare Gliederung und ist daher deutlich anwenderfreundlicher. Die Markteinführung neuer Trockenbausysteme hatte zur Folge, dass die bisherigen Inhalte der NPK-Kapitel 643 «Trockenbauarbeiten: Wände» und 651 «Deckenbekleidungen aus Trockenbauplatten» an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden mussten. Bei 24 Gebäudetechnik-Kapiteln gab es zahlreiche Ergänzungen, sodass sie nun wieder dem neusten Stand der Technik entsprechen.
Die bestehenden CRB-Tools zur Ermittlung von Lebenszykluskosten im Bauwesen wurden grundlegend überarbeitet und konsolidiert. Der neue «LCC-Leitfaden» fasst die bisherigen drei CRB-Instrumente sowie einen neuen LCC-Kalkulator als Weiterentwicklung aus IFMA-Tools in einem kompakten und anwenderfreundlichen Tool zusammen. Es ermöglicht die Ermittlung von Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes sowie deren übersichtliche Darstellung.
Um die heutigen Anforderungen der Branche abzudecken, wurde die 2010 eingeführte und zuletzt 2017 revidierte Schweizer Norm SN 506 512 «Elementbasierter Baukostenplan Tiefbau eBKP-T» überarbeitet. Die wichtigsten Verbände und Organisationen des Tiefbaus haben dafür ihre Expertise und Erfahrungen aus der Praxis eingebracht. Neben den Entwicklungen von Partnerorganisationen im In- und Ausland sind vor allem Rückmeldungen aus der bisherigen Anwendung in die Überarbeitung eingeflossen.
CRB möchte fehleranfällige manuelle Prozesse «freihändiger» Ausschreibungen durch effiziente digitale Lösungen ersetzen. Aktuell verfolgt CRB zwei Lösungsansätze, um die Standardisierung im Informationsmanagement weiter voranzutreiben: Zum einen sollen relevante Bauteilmerkmale als CRB-Standards definiert und mit IDS (Information Delivery Specification) prüfbar gemacht werden. Zum anderen geht es um die Entwicklung eines CRB-Onlinediensts, um die Suche der NPK-Position basierend auf den Eigenschaften von 3D-Elementen aus einem digitalen Bauwerksmodell maschinell zu unterstützen und die 3D-Elemente mit NPK-Positionen zu verknüpfen.
Das neue Produktionstool nimmt Form an. Der erfolgreiche Release 1 «Freie Erfassung» im Frühling 2025 war dabei ein wichtiger Meilenstein. Im August wurde die Produktionsumgebung freigeschaltet – ein grosser Schritt! Seither können erste Autorinnen und Autoren ihre NPK-Kapitel direkt im neuen Tool bearbeiten. Sämtliche Kapitel der NPK-Ausgabe 2028 werden erstmals komplett im neuen Tool erstellt – die bisherigen Word-Dokumente werden dann der Vergangenheit angehören. Mit den nächsten Releases stehen weitere Optimierungen an. Das komplexe Regelwerk des NPK, das durch die Sprachregelungen und die «IfA18 – Informationen für Applikationen» rund 200 verschiedene Regeln umfasst, wird laufend integriert. Die Einhaltung dieser Regeln sorgt dafür, dass der NPK auch in Zukunft ein zuverlässiges und präzises Hilfsmittel für die ganze Baubranche bleibt.

Im Geschäftsjahr 2025 war das Team «Technologie & Projekte» in vielen Projekten aktiv. Trotz hoher zeitlicher Belastung wurde der operative Betrieb stets souverän gewährleistet. Zusätzlich konnten die aus strategischer Sicht für die Zukunft wichtigen technischen Fähigkeiten ausgebaut werden.

«Unser Ziel ist es, eine effiziente, sichere und modern ausgerichtete IT-Landschaft bereitzustellen.»
Technologie & Projekte
Thomas Frizzoni
Ein entscheidender Meilenstein war die Überarbeitung und Erweiterung der Daten-, System- und Plattformarchitektur. Sie hatte das Ziel, eine bessere Steuerung und Optimierung der Applikations- und Infrastrukturlandschaft von CRB zu ermöglichen. Mittels verschiedener technischer Massnahmen wurde der Grundstein für einen standardisierten Datenaustausch gelegt. Zudem wurden die technischen Fähigkeiten zur Unterstützung zukünftiger Geschäftsmodelle gezielt ausgebaut.
Im Kontext der zahlreichen Projekte ist es wichtig zu erwähnen, dass die Projektmanagement-Kompetenz 2025 durch mehrere Zuzüge verstärkt werden konnte. Die hohen Erwartungen, zu denen auch gehörte, die inhaltlichen und technischen Abhängigkeiten zwischen den Projekten gezielt anzugehen, konnten bisher weitestgehend erfüllt werden. Die beiden anspruchsvollen Projekte «CADAVA» und «PRD-NextGen» sind konzeptionell erfolgreich vorangetrieben worden, sodass deren Implementierung im letzten Quartal des Jahres startete. Auch das neue NPK-Produktionstool hat sich sehr erfreulich entwickelt: Im August 2025 konnten die ersten externen Autorinnen und Autoren ihre Arbeit mit dem neuen Tool in Angriff nehmen. Dass die neue Fähigkeit «automatisiertes Testen» im Projekt erstmals erfolgreich um- und eingesetzt werden konnte, wird sicher auch in anderen Projekten helfen. Im Rahmen des Projekts «EWP Renewal» wurde nicht nur die Notebook-Flotte erneuert, sondern auch der ganze Betrieb ausgelagert.
Die Projektbilanz wird lediglich durch den Umstand getrübt, dass der Hardware-Ersatz der Applikationsplattform nicht wie geplant umgesetzt werden konnte. Äussere Umstände haben dieses Vorhaben leider verzögert. Dadurch ergab sich jedoch die Chance, die strategischen Rahmenbedingungen zu hinterfragen. Ergebnis war ein Strategiewechsel: Die auf CRB-eigener Hardware basierende Applikationsplattform wird nun sukzessive in die Cloud verlagert.
Im Hinblick auf die Geschäftsstrategie und die Anforderungen aus den verschiedenen Projekten wurden die System- sowie die Technologiearchitektur weiterentwickelt. Dabei wurden auch innovative Ansätze aus der Kommission für Innovation berücksichtigt, welche unter anderem an Plattformstrategien arbeitet. Zusätzlich wurde in die Themen Datenqualität, Datenmodelle und Monitoring der Datenarchitektur investiert.
2026 stehen eine stärkere Automatisierung, klarere Governance-Strukturen, zusätzliche Sicherheitsmassnahmen sowie ein weiterer Aus- und Umbau der Systemarchitektur im Fokus. Ziel bleibt es, eine effiziente, sichere und modern ausgerichtete IT-Landschaft bereitzustellen, die die Organisation bestmöglich unterstützt.

Mit Blick auf Personal und Finanzen war 2025 ein stabiles Jahr: Der Ertrag konnte leicht gesteigert und der betriebliche Aufwand reduziert werden. Die gezielte Verstärkung in wichtigen Bereichen sichert die strategische Weiterentwicklung der Organisation.
Der Betriebsertrag stieg gegenüber 2024 um 147’000 Franken, was den Kategorien NPK-Lizenzen, elementbasierte Baukostenpläne und werk-material.online zuzuschreiben ist. Die Mitgliederbeiträge sind nach wie vor rückläufig.
Der direkte Aufwand ist deutlich höher als im Vorjahr, da der Projektaufwand stark erhöht wurde. Diese Veränderung ist darauf zurückzuführen, dass die Zahl der umgesetzten Projekte zunahm und dafür mehr externe Kapazitäten in Anspruch genommen wurden. Eine Reduzierung des übrigen betrieblichen Aufwands konnte u. a. durch gezielte Kostenanalysen und daraus resultierende Kostenoptimierungen, vor allem beim Aufwand für Informatik und Werbung, erzielt werden.
Der Personalaufwand im Jahr 2025 ist gegenüber der Vorjahresperiode tiefer ausgefallen, da einige Abgänge infolge der Reorganisation nicht oder nicht mehr mit dem gleichen Profil besetzt wurden.
Die Wertschriften im CRB-Portfolio entwickelten sich auch im letzten Jahr durch unrealisierte Bucherfolge weiterhin positiv, wodurch erneut ein Finanzgewinn erzielt werden konnte. Durch den Geschäftsgang 2025 wurde ein Betriebsverlust von 276’000 Franken erzielt. Durch den Finanz- und betriebsfremden Erfolg verbesserte sich das Gesamtergebnis auf einen Unternehmensgewinn von 495’000 Franken.
Ende 2025 beschäftigte CRB 74 Mitarbeitende mit einem Pensum von 62,4 Vollzeitäquivalenten. Damit lag der Personalbestand leicht über dem Vorjahresniveau. Die gezielte Verstärkung in den Bereichen Projektmanagement, Produktmanagement sowie in der Romandie unterstützte die strategische Weiterentwicklung der Organisation.
Im Berichtsjahr waren 11 Austritte (davon 2 Pensionierungen) sowie 13 Eintritte zu verzeichnen. Die Fluktuation liegt mit 12,3 % (Vorjahr 16 %) im branchenüblichen Rahmen.
Auch 2025 durften wieder einige Mitarbeitende ein Dienstjubiläum feiern: Zwei Mitarbeiterinnen hatten ihr 5-jähriges Jubiläum, zwei Mitarbeitende ihr 10-jähriges, fünf Mitarbeitende ihr 15-jähriges, zwei Mitarbeiterinnen ihr 30-jähriges Dienstjubiläum und ein Mitarbeiter sogar sein 35-jähriges Jubiläum.
Die im Vorjahr eingeleitete Prozessorganisation konnte weiter gefestigt werden, Rollen, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen wurden präzisiert. Interne Schulungen sowie bereichsübergreifende Workshops unterstützten die Zusammenarbeit und stärkten das gemeinsame Verständnis für Prioritäten und Qualität. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungskompetenzen und der Fachkenntnisse bleibt ein zentraler Bestandteil der Personalpolitik.