CRB-Generalversammlung: Weg der Digitalisierung als Imperativ

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Die 57. Generalversammlung von CRB fand Mitte Mai im Planetarium des Verkehrshauses in Luzern statt. Der besondere Ort bot eine passende Kulisse für den 60. Geburtstag des Vereins. CRB will seine Geschichte wertschätzen und Bewährtes erhalten, aber auch intensiv Neues ausprobieren, schrittweise vorwärtsgehen sowie Partner und Kunden einbeziehen.

Im Vorfeld der Generalversammlung gab es ein Inputreferat zum Thema BIM-Standards in der Infrastrukturplanung. Alan Müller Kearns, Emch+Berger AG Bern, und Mitglied im CRB-Vorstand, stellte aktuelle BIM-Pilotprojekte in der Infrastrukturplanung vor. Dabei ging er auch auf die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren ein und rief die Anwesenden dazu auf, gemeinsam vorwärtszugehen, sich zu vernetzen und Synergien zu nutzen.

Ausprobieren, Fehler machen, korrigieren

CRB-Präsident Amadeo Sarbach betonte in seiner Einleitung, dass «wir an einem Scheideweg stehen: Bauprozess und Rollenverteilung ändern sich». Damit steigen auch die Anforderungen an die Standards. Um das Optimum für die Baubranche zu erreichen, forderte er Architekten und Planer auf, die Vorteile einer strukturierten Bearbeitung zu nutzen und die Arbeitsresultate der einzelnen Phasen an andere weiterzugeben.

Was dieser Wandel im vergangenen Geschäftsjahr bei CRB bewirkt hat, fasste der Vorsitzende der Geschäftsleitung Michel Bohren wie folgt zusammen: «Mit unseren Prototypen haben wir gezeigt, wohin wir wollen. Nun geht es darum, diese im Dialog mit Partnern und Kunden fertigzustellen.» Die grosse Herausforderung liegt darin, dass Neues aus Chaos, Visionen und Irritationen entsteht. Als Standardisierer orientiert sich CRB aber an Qualität und Klarheit. CRB will seine Geschichte wertschätzen und Bewährtes erhalten, «aber gleichzeitig müssen wir unsere Komfortzone verlassen, ausprobieren, Fehler machen, korrigieren, weitergehen». Michel Bohren betonte, dass dieser Prozess für die Mitarbeitenden von CRB mit Angst und Unsicherheit verbunden ist, und dankte ihnen dafür, dass sie sich dieser schwierigen Aufgabe stellen.

Wie CRB die Digitalisierung konkret vorantreibt, erläuterte Tanja Heublein, Leiterin Entwicklung und Technologie: Neben der Überarbeitung von diversen NPK-Kapiteln in gewohnter Form arbeitet CRB an einer Weiterentwicklung in Richtung bauteilbasierter Ausschreibung. Auch am erweiterten Datenaustausch, an der Definition eines standardisierten Prozesses für die Bereitstellung von Product Data Templates und Bauproduktinformationen in Form von Produktdatenblättern wird intensiv gearbeitet, ebenso an der BIMKompatibilität der Arbeitsmittel rund um die eBKP-Methode.

Die Vereinsmitglieder genehmigten den Jahresbericht ebenso einstimmig wie die positive Jahresrechnung sowie den mittelfristigen Finanzplan und entlasteten sowohl den CRB-Vorstand als auch die Revisionsstelle.

Neue Mitglieder im CRB-Vorstand

Für die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Hans Rupli und Joris Van Wezemael wurden Stefan Cadosch, Präsident SIA, und Markus Zimmermann, Mitglied der Zentralleitung Holzbau Schweiz, gewählt. Amadeo Sarbach dankte den Zurückgetretenen für ihr Engagement und hiess die zwei Neugewählten herzlich willkommen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Generalversammlung wurden die Vereinsmitglieder im Planetarium-Kino mit einer spannenden Reise durch Raum und Zeit überrascht.