CRB Herbst.Venue’17

Treffpunkt für Bauherren.

(seulement en langue allemande)

Tag für Tag steht CRB mit zahlreichen Fachleuten der Bauwelt in Kontakt. Um diesen wichtigen Austausch zu pflegen und zu vertiefen, hat CRB öffentliche und private Bauherren am
22. September 2017 zu einem unterhaltsamen Ausflug in die Welt des Zürcher Flughafens eingeladen. Geboten wurden spannende Einblicke in üblicherweise nicht zugängliche Bereiche, Anregungen zum effizienten Umgang mit den Regelwerken der Baubranche sowie eine Plattform für interessante Gespräche.

Image CRB Herbst.Venue’17

Auf der Flughafenrundfahrt erlebten die Besucher die Vielfältigkeit des internationalen Hubs Zürich aus einer neuen Perspektive: Eine Gruppe konnte Bereiche, die Reisende normalerweise nicht zu Gesicht bekommen, wie Werft, Winterdiensthalle, Feuerwehr, Enteisungsplatz oder Rega, in Augenschein nehmen. Die Teilnehmenden der Führung durch das Airside Center erforschten das Innenleben des Flughafens: Shoppingcenter, Gepäcksortierung, Andachtsraum, Dayrooms, Schengen- und Nicht-Schengenbereich. Mehr auf das Thema Flugzeugwartung und -überholung ausgerichtet war die Besichtigung bei SR Technics. Hier gab es Informationen zu Wartungen im High-End-Sicherheitsstandard, über die verwendeten Materialien bis zur Funktionsweise und zum Aufbau eines Triebwerks.

Vorteile standardisierter Arbeitsmittel
Nach der Begrüssung der 130 Teilnehmenden übergab Michel Bohren, Direktor CRB, das Wort an Guy Marguet, Projektkoordinator Abteilung Infrastrukturen, Genève Airport. Er hielt gleich zu Beginn fest, dass beim aktuellen Ausbau des Genfer Flughafens folgende Erkenntnis von Bedeutung war: «Die Entscheidungen am Anfang eines Bauprojekts sind von hoher Tragweite.» Den Grund dafür erläuterte er anhand einer Grafik, die die Phasen eines Bauwerks darstellt. In der Betriebsphase – hinsichtlich Dauer und Kosten die intensivste Phase – muss ein Gleichgewicht von Performance, Kosten und Risiko hergestellt werden.

Mit der Einrichtung eines eBKP-Portals hat der Genève Airport eine Vorreiterrolle übernommen. Dieses standardisierte Arbeitsmittel ermöglicht die Kontrolle und das optimale Management der Baukosten, der Investitionen und der Ankäufe über den gesamten Projektverlauf hinweg. Bei der Integration von über 40’000 Elementen, die in einem Register aufgelistet sind, ist dies ein entscheidender Faktor. Die Einrichtung des eBKP-Portals hat bereits Nachahmer gefunden: Auch die Genfer Stadtverwaltung und der gesamte Kanton sehen darin grosse Vorteile. Im Tessin gilt die Vorgabe, dass alle öffentlichen Aufträge auf der Basis des bauteilorientierten Baukostenplans eBKP geplant werden müssen, bereits seit Längerem.

Michel Bohren erläuterte anschliessend, welche Bedeutung die Standards für die Bauherren haben. So ist die Spezifikation benötigter Daten für sie besonders wichtig, um die gewünschte Qualität der Bauten zu erreichen. Diese wird durch das Bestehen auf Standards bei der Erhebung und dem Austausch von Daten garantiert. Der Bauherr ist im Vorteil, wenn er klare Vorstellungen von den Informationen hat, die er später zum Beispiel für das Facility Management benötigt. Er riet den Bauherren deshalb, «frühzeitig mit ihren Partnern detailliert zu vereinbaren, wer, wann, welche Daten zu erfassen und bereitzustellen hat. Findet diese Abklärung nicht statt, führt eine spätere Aufbereitung der Daten zu mitunter hohen Mehrkosten.» Sofern es Standards gibt, sollten die Bauherren auf deren Einhaltung bestehen.


Für die Vertreter der Hochbauämter, der Immobilienbranche, der SBB sowie weiterer namhafter Bauherrschaften bot der Apéro riche den passenden Rahmen für einen intensiven Austausch mit Fachkollegen. Mit einem letzten Blick auf das Rollfeld und den stimmungsvollen Sonnenuntergang klang der interessante Abend aus.