BIM-kompatible Gliederung: Neue Möglichkeiten für den Tief- und Infrastrukturbau

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Gaby Jefferies, Kommunikation
Telefon +41 44 456 45 63, ga@crb.ch

CRB entwickelt zusammen mit Partnern aus der Schweiz und den USA eine nationale BIM-kompatible Gliederung für den Tief- und Infrastrukturbau. Diese Gliederung wird die Massenermittlung im CAD-Modell ermöglichen sowie den digitalen Austausch von kostenrelevanten Informationen aus dem 3D-Modell bis hin zur Ausschreibung. Der Austausch wird durch das Mapping des Baukostenplans Tiefbau eBKP-T mit dem zukünftigen IFC 5.x-Standard von buildingSMART International sichergestellt.

An der Swissbau 2018 präsentierte CRB eine Lösung, wie BIM-kompatible Elemente nach dem Baukostenplan Hochbau eBKP-H entwickelt werden können. Diese Elemente basieren auf den Standards von buildingSMART International für den Datenaustausch und entsprechen den Bedürfnissen der Schweizer Bauwirtschaft. CRB-Kunden, welche die BIM-Methodik anwenden, können eine Verbindung vom eBKP-H zum Standard von buildingSMART International (IFC) herstellen. Im Gegensatz dazu gibt es für die Bereiche Tiefbau und Infrastruktur noch keine geeigneten internationalen Standards für den digitalen Datenaustausch. Bei buildingSMART International wird jedoch intensiv daran gearbeitet. Die aktuelle Planung sieht vor, den Anwendern ab 2020 ein erstes Release im neuen Austauschformat IFC 5.x zur Verfügung zu stellen. Bis es soweit ist, müssen CAD-Modelle weiterhin mit einer individuellen Gliederung klassifiziert werden, was den Aufwand für die Weiterbearbeitung des Projekts deutlich erhöht.

Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern

Im Rahmen eines Forschungsprojekts entwickelt CRB aktuell zusammen mit Partnern aus der Schweiz – dem CAD-Softwareanbieter CADWORK Informatik und dem Bauadministrations-Softwarepartner ABBF Bausoft AG – sowie einer anerkannten Hochschule in den USA eine nationale BIM-kompatible Gliederung für den Tief- und Infrastrukturbau. Sie ermöglicht die Massenermittlung im CAD-Modell sowie den anschliessenden digitalen Austausch dieser Daten. Auf dieser Grundlage sowie durch das Mapping des Baukostenplans Tiefbau eBKP-T mit dem zukünftigen IFC 5.x-Standard von buildingSMART International können die Anwender dann von einem standardisierten digitalen Informationsaustausch profitieren. Neben den Bauherren und Planern sollen zukünftig auch die Unternehmer diese neuen Möglichkeiten der BIM-Methodik nutzen können. Deshalb werden auch sie im Laufe des Prozesses in die Entwicklung der BIM-kompatiblen Elemente miteinbezogen.

Erarbeitung von Grundlagen für den nationalen Datenaustausch

In einer ersten Phase wird der eBKP-T in die CAD-Modellierung integriert und auf Kompatibilität überprüft. Die Erarbeitung der Grundlagen erfolgt durch die Verifizierung an Praxisbeispielen sowie an einem aktuellen Forschungsprojekt der Hochschule. Über die Gliederung und die Messregeln nach eBKP-T soll anschliessend das digitale Ausmass ermittelt werden. Zum einen eröffnen sich damit neue Möglichkeiten bei der Ausmasserfassung, zum anderen können die Daten über eine standardisierte Schnittstelle zur Weiterverarbeitung, z.B. in einer Bauadministrations-Software, zur Verfügung gestellt werden. Anschliessend kann aus den Daten ein Leistungsverzeichnis nach eBKP-T generiert werden.

Sicherstellung der internationalen Anbindung

In einer zweiten Phase soll der nationale, BIM-kompatible eBKP-T mit dem zukünftigen IFC 5.x-Standard von buildingSMART International verknüpft werden. Durch die BIM-Kompatibilität der eBKP-T-Gliederung wird CRB seinen Kunden somit zukünftig auch im Tief- und Infrastrukturbau die Möglichkeit bieten können, Projekte nach der BIM-Methodik in 4D und 5D durchzuführen sowie Daten zu einem Leistungsverzeichnis zu verarbeiten.