Neuer Kurs zur digitalen Transformation

  

Für viele Unternehmen ist es eine grosse Herausforderung, sich von bestehenden Prozessen und Strukturen zu lösen. Damit die digitale Transformation auch bei begrenzten Ressourcen und fehlendem Know-how Fahrt aufnimmt, bietet CRB mit dem zweitägigen Kurs «Standortbestimmung zur digitalen Transformation» Unterstützung.
Text: Darko Gajic, Johannes Herold

Alle reden von digitaler Transformation, doch was bedeutet das für die Baubranche? Im Kern geht es um Prozesse und Technologien in Unternehmen. Diese befinden sich in einem kontinuierlichen Wandel, der durch neue Technologien, Geschäftsmodelle oder Netzwerke immer weiter Fahrt aufnimmt. Analoge Prozesse werden überprüft, optimiert und durch digitale ersetzt. Neue Entwicklungen über die gesamte Prozesskette des Bauens bringen Veränderungen der Abläufe mit sich. Für die einen sind die neuen Möglichkeiten und das zunehmende Tempo willkommene Zeichen der Zeit, andere stehen diesen Veränderungen skeptisch gegenüber. Für Dritte ist kaum vorstellbar, wie ein möglicher Technologiewandel vonstattengehen könnte. Sich von bestehenden Prozessen und Strukturen zu lösen, komplett neue Abläufe und Organisationsformen zu entwickeln, ist eine grosse Herausforderung. Hinzu kommt der zunehmende Druck durch Mitbewerber oder Auftraggeber, die die Vorteile neuester Technologie bereits nutzen oder entsprechende Vorgaben machen.

Standortbestimmung 

Fehler, Verzögerungen oder Verschwendung kosten die Schweiz jährlich enorme Summen. Es würde sich also lohnen, diesen Mängeln zu begegnen und sich folgende Fragen zu stellen: Wie können Kosten durch das Vermeiden von Fehlern und Redundanzen reduziert werden? Wie lässt sich eine hohe Fluktuation der Mitarbeitenden vermeiden? Welche Projekt- und Verhandlungsführung ist geeignet? Wie gelingt es, sich von anderen abzuheben? Wie kann die Führungs- und Firmenkultur verbessert werden? Welche Vorteile bieten agile Teams und wie können diese entwickelt werden? Wie lässt sich die digitale Transformation umsetzen, wenn die Ressourcen begrenzt sind? In diesem Spannungsfeld von Entwicklungsdruck, begrenzten Möglichkeiten und fehlendem Know-how bietet CRB Unterstützung an. Aufgrund der Erfahrungen in Kursen mit zahlreichen Unternehmen im Baubereich hat CRB einen guten Einblick in die Prozesse und Entwicklungen der Branche. Diese Erkenntnisse sind in das ganzheitliche Konzept des Kurses «Standortbestimmung zur digitalen Transformation» eingeflossen: In einem ersten Schritt werden die Unternehmen mit einer Analyse und Standortbestimmung unterstützt. Anschliessend erhalten sie Empfehlungen für gezielte Interventionen zur Weiterentwicklung – sowohl des Unternehmens als auch der einzelnen Mitarbeitenden.

Modell und Handlungsfelder

Um herauszufinden, welche Unternehmensdimensionen und Indikatoren von der digitalen Transformation betroffen sind, hat der Kursleiter ein sogenanntes Reifegradmodell entwickelt. Um den Standort oder Reifegrad eines Unternehmens zu bestimmen, wird zunächst eine qualifizierte Analyse durchgeführt. Anhand eines Fragebogens werden die Dimensionen BIM-Anwendung, Strategie, Kultur, Struktur und Technologie beziehungsweise Infrastruktur untersucht.

Das Vergleichsbeispiel zeigt, dass die untersuchte Firma in den beiden Dimensionen «BIM-Anwendung» und «Strategie» deutlich unter dem Durchschnitt liegt. Entsprechende Massnahmen entfalten hier gezielt ihre Wirkung. Die Analyse der vorgenannten Dimensionen führt in Verbindung mit gezielten Interventionen zu einer Steigerung der Produktivität und einer Reduzierung der Kosten sowie einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die Ergebnisse geben Aufschluss über den Status quo des Unternehmens, wodurch ein Vergleich mit dem Durchschnitt sämtlicher Baubranchen möglich wird. Neben weiteren Aspekten lässt sich daraus die interne digitale Durchdringung und Transformation des Unternehmens ableiten. Auf der Basis dieser Erkenntnisse können Handlungsfelder und Unternehmensziele bestimmt werden. Je nach Bedarf können von CRB weitere Dozierende, Fachpersonen oder Bildungsinstitutionen in den Prozess einbezogen werden, um die Transformation erfolgreich abzuschliessen. Das Themenspektrum reicht hier von agiler Teamführung über Prozessoptimierung bis zu Resilienz.