Neue Kostenplanungsinstrumente für Architektur- und Planungsbüros
Die zuverlässige Kostenplanung von Bauwerken wird jetzt einfacher.
Dies dank dem neuen Elementarten-Katalog EAK – das Resultat einer mehrjährigen interdisziplinären Entwicklungsarbeit von CRB und Partnern. Der EAK ist der schnelle Weg zu einem Rohleistungsverzeichnis und er erhöht die Kostensicherheit während des ganzen Bauprozesses.
05.05.2011
Wenige Positionen – hohe Kostensicherheit
Das Vorgehen ist einfach. Im ersten Schritt wird ein Projekt mit dem Baukostenplan Hochbau oder Tiefbau nach Elementen strukturiert. Danach werden die Elemente mit den kostenrelevanten NPK-Leistungspositionen beschrieben. Die übrigen Leistungen werden zusammengefasst in einem prozentualen Zuschlag berücksichtigt. So entstehen Elementarten mit Abmessungen sowie Mengen- und Kostenangaben. Bei Folgeaufträgen können diese Elementarten wieder verwendet werden, wodurch sich Kosten und Leistungen schneller und exakter einschätzen und kontrollieren lassen.
Grundlage für betriebseigene Elementarten-Bibliothek
Ein erster wertvoller Fundus von mehreren hundert Elementarten ist mit dem Elementarten-Katalog EAK bereits vorhanden. Von Bedeutung ist aber auch die individuelle Elementarten-Bibliothek, die sich jedes Planungsbüro mit Unterstützung des EAK aus eigenen Projekten selbst anlegen kann. Konsequent eingesetzt, stehen dank den Elementarten künftig Kennwerte mit abgerechneten Mengen und Einheitspreisen aus der Nachkalkulation zur Verfügung. Für den Planer bringt dies eine wesentliche Erleichterung in der Kostenermittlung und Kostenkontrolle, denn Kosteninformationen können nun aus der Realisierung in die Planung zurückgeführt werden.
Zusätzliche Angaben zu Baupreisindex und Energie
Inhaltlich konzentriert sich der EAK auf drei Schwerpunkte: Kostenkennwerte, Baupreisstatistik und Energiekennwerte. Neben der grundlegenden Beschreibung der Elementarten mittels Text, Grafik und den NPK-Leistungspositionen stehen auch weiterführende Informationen wie regionale Kostenunterschiede inklusive Baupreisindex sowie Angaben zu den energetischen Eigenschaften zur Verfügung. Diese Werte wurden mit Unterstützung diverser Partner (z.B. Bundesamt für Statistik BfS, eco-bau u.A.) erarbeitet.
Vergleichbarkeit auf einer höheren Ebene
Beim Start eines neuen Bauprojekts ist es stets hilfreich, Kennwerte zu Kosten, Volumen oder Energieverbrauch bereits realisierter Objekte als Vergleichswerte heranzuziehen. Der Objektarten-Katalog OAK Wohnbauten im Vergleich enthält eine Sammlung schweizerischer Objekte mit Kostendaten und Kennwerten auf der Basis des eBKP-H. Diese ausführliche und reichhaltig illustrierte Dokumentation ist ein nützlicher Wegweiser, um in frühen Planungsphasen Grössenordnungen kontrollieren zu können. Voraussetzung dafür ist eine einheitliche Gliederung der Objekte, die mit der neuen Objektarten-Gliederung OAG sichergestellt wird.
Autorin: Daniela Enz, Kommunikation, ed@crb.ch, Tel. +41 44 456 45 21
Standards für das Bauwesen