Swissbau Focus Workshop

Effizienz bei der Kostenplanung im Hoch- und Tiefbau.

Besteller und Planer waren sich einig, dass die Baukostenpläne eBKP-H und eBKP-T eine zukunftstaugliche Struktur für das Kostenmanagement vorgeben.

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Die elementbasierte Kostenplanung ermöglicht mehr Transparenz über alle Phasen des Planungs- und Bauprozesses hinweg, bildet die Grundlage für Kostenkennwerte, lässt sich mit internationalen Standards verbinden und eignet sich optimal für eine Verknüpfung mit BIM-Modellen.

Ansgar Adamczyk Magenau, Projektmanager Immobilien bei der BVK, erläuterte, warum er heute konsequent auf die Struktur des eBKP setzt: Dank der Verbindung zum NPK über den neuen Standard eBKP-Gate ist die Struktur durchgängig anwendbar. Deshalb bietet der eBKP aus Bauherrensicht «eine zukunftstaugliche Struktur für das Kostenmanagement.» Für Peter Zwick, geschäftsführender Partner der b+p baurealisation ag, stellt der elementbasierte Baukostenplan eBKP-H ein gutes Hilfsmittel dar, um mit beschränktem Aufwand ein möglichst gutes Resultat bei der Kostenermittlung eines Bauprojekts zu erzielen. Am Beispiel von Umbauten zeigte er seine Vorgehensweise auf: In frühen Planungsphasen wird mit Kennwerten gearbeitet, die projektspezifisch interpretiert werden. Die seit neun Jahren geführte Kostendatenbank nach eBKP dient der b+p baurealisation ag hier als Grundlage. In den späteren Phasen geht es darum, die kostenbeeinflussenden Faktoren festzustellen. Dazu ist eine genaue Betrachtung der Bauteile bzw. Elemente notwendig. «Mit dem eBKP lassen sich Kosten mit Erfolg planen und steuern: Die elementbasierte Gliederungsstruktur bildet die Grundlage für Kennwerte und ermöglicht die Durchgängigkeit von A bis Z.»

Matthias Brändle, Projektleiter Tiefbau bei der Gähler und Partner AG, hat bei der Erneuerung der Hauptstrasse in Wohlen den Baukostenplan Tiefbau eBKP-T eingesetzt. Sein Fazit: übersichtliche Zuordnung der Hauptgruppen, die Reihenfolge entspricht dem Bauablauf, einfache Kontrolle und schnelle Kostenanalysen bei der Ausführung.

eBKP-Portal Genève Aéroport
Dass mit dem eBKP ein ideales Management der Kosten und der Investitionen über den gesamten Projektverlauf möglich ist, machte Guy Marguet, Département Infrastructures des Genève Aéroport, am Beispiel des eBKP-Portals klar. Er setzt sowohl den eBKP-H als auch den eBKP-T ein und hat für die speziellen Ausrüstungsgegenstände des Flughafens eigene Hauptgruppen basierend auf der normierten Struktur des eBKP-H erstellt. Da Betrieb und Bewirtschaftung eine Zeitspanne von rund 30 Jahren umfassen und insgesamt 80 Prozent der Kosten ausmachen, ist ihm besonders wichtig, «dass der eBKP vom Vorprojekt bis zur Bewirtschaftung als Bezugssystem eingesetzt werden kann.» Alle Daten wurden nach dem eBKP gegliedert – Zustand, Revision sowie die finanzielle Klassifizierung.

Die Ausführungen der vier Referenten machten deutlich, dass die beiden elementbasierten Baukostenpläne eBKP-H und eBKP-T den heutigen Anforderungen von Bauherren, Kostenplanern und Planern gerecht werden sowie eine transparente und durchgängige Kostenplanung über alle Phasen des Planungs- und Bauprozesses hinweg sicherstellen. Darüber hinaus ermöglicht die elementbasierte Kostenbetrachtung eine Verknüpfung mit CAD-Modellen, was die BIM-Tauglichkeit der eBKP-Systematik bereits heute bestätigt und aufzeigt, dass sich in Zukunft aller Voraussicht nach elementbasierte Kostenermittlungen durchsetzen werden.